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Dr.Tomatis mit seiner Frau Léna

Die Tomatis-Methode

Der Begründer

Dr. Alfred Tomatis wurde am 01.Januar 1920 in Nizza geboren. Er promovierte an der medizinischen Fakultät von Paris und praktizierte dort als HNO-Arzt. Parallel zu dieser Tätigkeit führte er im Auftrag der französischen Regierung Forschungen über berufsbedingte Schwerhörigkeit durch. Dabei entdeckte er unmittelbare Zusammenhänge zwischen dem Hören und der Stimmqualität des Menschen. Er konnte beobachten, dass die Hörqualität nicht nur durch äußere Überlastung wie z. B. durch zu starken Lärm, sondern auch durch innere Wahrnehmungserfahrung in ihrer freien Entfaltung behindert werden kann. Um derartige Beeinträchtigungen aufzulösen, entwickelte er ein Trainingsgerät das sogenannte “elektronische Ohr”. Es ermöglicht ein intensives Training von Mittelohr, Hörverarbeitung und der vestibulären Regelkreise.

           

          Dr. Tomatis war Professor an der Schule für Anthropologie sowie für klinische Psychologie in Paris und lehrte an mehreren Universitäten. Er erhielt bedeutende  internationale Auszeichnungen für seine Forschungen, zuletzt 1995 den Preis des Präsidenten der italienischen Republik für sein gesamtes Schaffen als Forscher und Therapeut. Tomatis ist Autor von zahlreichen Veröffentlichungen und wissenschaftlichen Artikeln, die sich mit dem Einfluss seiner Forschungsergebnisse auf unterschiedliche Bereiche beschäftigen: Medizin, Psychologie, Audio-/Phonologie und Pädagogik.

          Am 25. Dezember 2001 verstarb Dr. Tomatis

Die Rolle des Ohres

          In seinen umfangreichen Forschungsarbeiten konnte TOMATIS nachweisen, dass dem Ohr bei der körperlichen und emotionalen Entwicklung jedes Menschen ein besondere Rolle zukommt:

           

  • Als Gleichgewichtsorgan steuert das Ohr die Bewegungen des gesamten Muskelapparates. Aufrichtung gegen die Schwerkraft und Bewegungskoordination sind von der guten Funktion des Gleichgewichtssystems abhängig, dessen Wahrnehmung von Bewegungsrichtung und Geschwindigkeit  Voraussetzungen für die Entwicklung eines ausgewogenen Raum-Zeitgefühls.
  • Als Hörorgan ist das Ohr für eine detaillierte Klangdifferenzierung verantwortlich. Zuallererst muss es dabei die Klangquelle im Raum erkennen. Danach passt es die Schallweiterleitung an die Intensität des Gehörten an und schafft durch seine Fokussierfähigkeit einen klanglichen Vorder- und Hintergrund. Damit wird eine Unterscheidung von wichtig und unwichtig möglich.
  • Gleichzeitig mit der Informationsweiterleitung an das Gehirn entsteht dort Aktivität. TOMATIS hob hervor, dass diese Aktivität im Normalfall nicht nur zur auditiven Verarbeitung benötigt wird, sondern ein allgemeiner Aktivitätszustand im Sinne geistiger Wachheit  entsteht. Dieser Zustand ist entscheidend für die Reifung der Hörbahnen und des gesamten Nervensystems, sowie für die Entfaltung von Kreativität.

 

Weitere detaillierte Informationen finden Sie unter: www.tomatis-group.com